Ortsverband Freiburg

Tempo 30 für ganz Freiburg? Finden wir gut!

09. Dezember 2020

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Freiburg und Baden-Württemberg begrüßen den Vorstoß der Stadt Freiburg zu Tempo 30 innerorts als wichtigen Schritt für eine nachhaltige und klimafreundliche Verkehrspolitik.

Bild: PIKSL Labor / pixelio.de

„Weniger Lärm, bessere Luft, weniger CO2-Emissionen, eine höhere Verkehrssicherheit, mehr Gleichberechtigung für Radfahrende und
Zu-Fuß-Gehende – alle Argumente sprechen für Tempo 30 innerorts“, so Klaus-Peter Gussfeld, Verkehrsreferent des BUND Landesverbands Baden-Württemberg.

Der BUND ist daher der Stadt Freiburg für diesen Vorstoß beim Bundesverkehrsministerium sehr dankbar. Wir brauchen dringend solche bundesweiten Impulse, um endlich zu einer neuen nachhaltigen Mobilitätskultur in unseren Städten und Gemeinden zu kommen.

Nach Angaben des deutschen Verkehrssicherheitsrats starben 2019 bei Verkehrsunfällen innerorts fast dreimal so viele Menschen wie auf Autobahnen (https://www.dvr.de/service/unfallstatistik), eine Zahl, die durch ein flächendeckendes Tempo 30 deutlich zurückgehen sollte. Besonders Kinder können Geschwindigkeit und Bremsweg eines Autos schlecht einschätzen.

Für Stefan Auchter, Geschäftsführer des BUND Regionalverbands Südlicher Oberrhein ist flächendeckend Tempo 30 in Freiburg ein starkes Signal, aber nicht das Ende der Fahnenstange. Für ihn wäre Tempo 25 passender, dann würden sich Autos und E-Bikes auf der gleichen Straße besser vertragen, denn 25 ist das Tempo, bis zu dem bei E-Bikes die Motorunterstützung hilft. Weil dann auch die Ampelschaltung auf Tempo 25 angepasst wäre, würde auch der Radverkehr mit weniger Stopps an Ampeln zügiger laufen.

Auch die BUND Ortsgruppe Freiburg lobt die Initiative von OB Horn: „Wir applaudieren Herrn Horn zu diesem mutigen Schritt und sichern ihm jede mögliche Unterstützung zu, allerdings sollten parallel Maßnahmen ergriffen werden, Autofahrer zum freiwilligen Umstieg auf umweltfreundlichere und flächeneffizientere Verkehrsmittel zu bewegen, denn ein Auto ist auch bei Tempo 30 noch lange nicht so umweltfreundlich wie ein Fahrrad oder zu Fuß gehen.“

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