Amphibienschutz im Kappler Kleintal ist wichtig

Der Arbeitskreis Naturschutz des BUND in Freiburg betreut seit etlichen Jahren mit vielen ehrenamtlichen Helfern einen Amphibienschutzzaun im Kappler Kleintal. Dieses Artenschutzprojekt wurde im Jahr 2013 mit dem Naturschutzpreis der Stadt Freiburg ausgezeichnet.

Ziel ist der Schutz einer großen Population von Erdkröten und Grasfröschen. Sobald die Temperaturen im Kappler Kleintal über 5 °C steigen, machen sich die Tiere ab Ende Februar auf den Weg, ihr Laichgewässer aufzusuchen. Zwischen dem Wald, wo sie die Winterzeit verbringen, und dem Laichgewässer  ist eine Straße „im Weg“. Während der Hauptwanderzeit – meist Ende Februar bis Mitte April – stellen wir entlang der Straße Zäune auf, um die Tiere vor dem Straßentod zu bewahren. Dadurch werden die Amphibien aufgehalten, abends in Eimern eingesammelt und zum Laichgewässer getragen. Die Tiere werden dabei gezählt – so erhalten wir nebenbei Informationen über die Entwicklung der Population. 2015 und 2016 hatten wir so viele Kröten und Frösche im Eimer wie lange nicht - insgesamt jeweils fast 10.000 Tiere (Hin- und Rückwanderung)! 2016 waren die Zahlen mit etwa 6.100 Tiere bei Hin- und Rückwanderung deutlich niedriger, was eventuell mit dem milden Winter 2015-16 zusammenhängt. Ist die Winterruhe der Amphibien wegen zu milder Temperaturen gestört, schwächt das die Tiere und kann dazu führen, dass sie die anstrengende Wanderung zu den Laichgewässern nicht unternehmen. Wir sind gespannt auf die Zahlen von dieser Saison!

Für den Zaunaufbau und das Einsammeln der Amphibien werden jedes Jahr dringend HelferInnen benötigt. Wer also Lust und Zeit hat, den kleinen Wanderern auf die Sprünge zu helfen, ist herzlich eingeladen.

Ein Infotermin zur Amphibienschutzaktion findet am Mittwoch, den 15.2.2017, um 19 Uhr im BUND-Büro in der Wilhelmstraße 24a statt.

Weitere Informationen auch unter amphibienschutz@bund-freiburg.de bzw. telefonisch (0761 2927392, Birgit Frosch).



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